Nachrichten aus dem Institut für Fort- und Weiterbildung (ifw)
Spezifische Beratungskompetenz in der Pflege Einführung und Training
Pflegenden wurde immer schon eine hohe kommunikative Kompetenz abverlangt. Dies gilt für alltägliche Pflegesituationen ebenso, wie im Besonderen bei der Anamnese und bei der Erhebung von Pflegezielen im Pflegeprozess. In Hinblick auf die Beschäftigung mit dem Thema Beratung in der Pflege äußert sich Ursula Koch-Straube 2000 dennoch skeptisch: „Entweder sind Gespräche führen, beraten, anleiten, gut zureden, trösten, informieren ohnehin Begleitmusik jedweden pflegerischen Handelns und bedürfen aus diesem Grund keiner besonderen Beachtung“, oder aber Beratung wird im gegenteiligen Extrem als Aufgabe anderer Professionen angesehen.1
Mittlerweile hat sich die Pflege in einigen Bereichen wie etwa in der Palliativ Care für die Übernahme begleitender und unterstützender Gesprächsführung weiter spezialisiert. Zunehmend übernehmen professionell Pflegende heute darüber hinaus Aufgaben, die die Kennzeichen expliziter Beratungssituationen aufweisen. Professionelle Beratung umfasst dabei mehr als die Fähigkeit ein gutes Gespräch führen zu können. Für eine professionelle Unterstützung der Pflegebedürftigen in existentiellen Entscheidungs- und außergewöhnlichen Belastungssituationen benötigen Pflegende einer spezifischen Beratungskompetenz, die auf der Grundlage der bereits ausgebildeten kommunikativen Fähigkeiten in diesem Training gut erworben werden kann. Die Aneignung eines passenden Repertoires an Gesprächstechniken und wirksamen beraterischen Interventionen, hilfreiche Haltungen und Einstellungen sowie Rollenklarheit geben Handlungssicherheit und erleichtern dabei die beraterische Unterstützung von Patientinnen.
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Nähere Informationen zur Veranstaltung finden Sie hier.
1 Vgl. KOCH-STRAUBE, Ursula: Beratung in der Pflege – eine Skizze. In: Pflege & Gesellschaft. Hrsgg. vom Deutschen Verein zur Förderung von Pflegewissenschaft und –forschung e.V., 5. Jahrgang (2000), S. 1-3. Weiterführende Literatur: KOCH-STRAUBE, Ursula: Beratung in der Pflege. 2. Auflage Huber 2008.
Pflegenden wurde immer schon eine hohe kommunikative Kompetenz abverlangt. Dies gilt für alltägliche Pflegesituationen ebenso, wie im Besonderen bei der Anamnese und bei der Erhebung von Pflegezielen im Pflegeprozess. In Hinblick auf die Beschäftigung mit dem Thema Beratung in der Pflege äußert sich Ursula Koch-Straube 2000 dennoch skeptisch: „Entweder sind Gespräche führen, beraten, anleiten, gut zureden, trösten, informieren ohnehin Begleitmusik jedweden pflegerischen Handelns und bedürfen aus diesem Grund keiner besonderen Beachtung“, oder aber Beratung wird im gegenteiligen Extrem als Aufgabe anderer Professionen angesehen.1
Mittlerweile hat sich die Pflege in einigen Bereichen wie etwa in der Palliativ Care für die Übernahme begleitender und unterstützender Gesprächsführung weiter spezialisiert. Zunehmend übernehmen professionell Pflegende heute darüber hinaus Aufgaben, die die Kennzeichen expliziter Beratungssituationen aufweisen. Professionelle Beratung umfasst dabei mehr als die Fähigkeit ein gutes Gespräch führen zu können. Für eine professionelle Unterstützung der Pflegebedürftigen in existentiellen Entscheidungs- und außergewöhnlichen Belastungssituationen benötigen Pflegende einer spezifischen Beratungskompetenz, die auf der Grundlage der bereits ausgebildeten kommunikativen Fähigkeiten in diesem Training gut erworben werden kann. Die Aneignung eines passenden Repertoires an Gesprächstechniken und wirksamen beraterischen Interventionen, hilfreiche Haltungen und Einstellungen sowie Rollenklarheit geben Handlungssicherheit und erleichtern dabei die beraterische Unterstützung von Patientinnen.
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1 Vgl. KOCH-STRAUBE, Ursula: Beratung in der Pflege – eine Skizze. In: Pflege & Gesellschaft. Hrsgg. vom Deutschen Verein zur Förderung von Pflegewissenschaft und –forschung e.V., 5. Jahrgang (2000), S. 1-3. Weiterführende Literatur: KOCH-STRAUBE, Ursula: Beratung in der Pflege. 2. Auflage Huber 2008.
