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Personal nach Fachbereichen

Dr. rer. physiol., Lehrlogopädin (dbl)
Bianka Schramm

Zi. 4.005
Telefon: 06131 - 289 44 23
Telefax: 06131 - 289 44 823


                            Sprechzeiten: nach Vereinbarung

Fachbereich:      Gesundheit & Pflege

Fachgebiet:        Praxisreferat Logopädie/Physiotherapie

Schwerpunkte:   Hörstörungen im Kindes- und Jugendalter


Lebenslauf:

08/1999-09/2002 Ausbildung zur staatlich anerkannten Logopädin IWK, Magdeburg

10/2002-07/2006 Studium der Lehr- und Forschungslogopädie an der RWTH, Aachen

08/2004-03/2005 Auslandsaufenthalt an der Faculty of Education (Speech and Language Therapy), University of Strathclyde in Glasgow, Schottland

10/2003-07/2004 Angestellte in der logopädischen Praxis Deling-Piper, Stolberg

04/2005-12/2005 Tätigkeit als Hiwi in der Neurolinguistik an der RWTH, Aachen

seit 09/2006 wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universitätsmedizin, SP Kommunikationsstörungen der Universitätsmedizin Hals- Nasen-Ohrenklinik und Poliklinik, Mainz

10/2006-10/2007 Angestellte in einer logopädischen Praxis Bosle-Craxton, Stockstadt

seit 07/2010 Praxisassistentin im Fachbereich Gesundheit und Pflege an der KfH Mainz

seit 07/2005 Ansprechpartnerin für Studierende an Hochschulen und Bildungspolitik anderer Gesundheitsberufe

2007 DGSS Förderpreis für die Diplomarbeit: „Übergangsmechanismen zwischen Alltags- und Hochleistungsstimme", Salzburg.

01/2007-12/2010 Promotion zum Thema: DIE ERFASSUNG DER PRÄVERBALEN SPRECHENTWICKLUNG BEI EINER GRUPPE VON KINDERN MIT COCHLEA IMPLANTAT UND NORMAL HÖRENDEN KINDERN – EINE LÄNGSSCHNITTUNTERSUCHUNG.


Projekte:

Frühe audioverbale Entwicklung

Projektleiter: Univ.-Prof. Dr. A Keilmann, Bianka Schramm

Erfassung der auditiv-verbalen Entwicklung sehr jung mit einem Cochlea Implantat oder mit Hörgeräten versorgter Kinder

Seit dem das Neugeborenen-Hörscreening ab dem 01.01.2009 für alle Neugeborenen obligatorisch eingeführt wurde, ist zu beobachten, dass das Diagnosealter für eine Hörstörung sinkt. Somit kann eine Hörgeräteversorgung sehr viel früher erfolgen. Im Zuge der frühzeitigen Diagnose und Versorgung durch Hörgeräte kann bei an Taubheit grenzenden schwerhörigen oder resthörigen Kindern eine frühe Versorgung mit Cochlea Implantaten schon vor dem 1. Geburtstag erfolgen. Die Untersuchungsergebnisse verschiedener Autoren (z.B. Miyamoto et al., 2005) zeigen, dass eine frühe Identifikation des Hörvermögens und eine frühzeitige Versorgung eine Sprach- und allgemeine Entwicklungsverzögerung weitestgehend vermeidet.

Gegenstand der umfassenden Studie, die zwei Teilstudien umfasst, ist die Erfassung der frühen auditiv-sprachlichen Entwicklung von hörgeschädigten Kindern, die sehr früh, vor ihrem zweiten Geburtstag, mit einem Cochlea Implantat oder mit Hörgeräten versorgt worden sind. Dabei interessiert zum einen die auditiv-perzeptive Entwicklung, zum anderen die sprachlich-rezeptive und sprachlich-produktive Entwicklung der ersten Jahre nach der Prozessorerstanpassung bzw. der Hörgeräteversorgung, auch im Vergleich zu normalhörigen Kindern. Bis zum Dezember 2006 wurden in der Querschnittsstudie (Teilstudie 1) 14 cochlea implantierte Kinder (CI-Kd.) und 10 mittelgradig schwerhörige, mit Hörgeräten versorgte Kinder (HG-Kd.) aus dem Patientenpool der Klinik in die Population aufgenommen. Die Testungen dieser Kinder sind abgeschlossen. Eine Auswertung der beiden Gruppen ergab keine hinreichenden Ergebnisse, so dass nun die Kinder im Langzeitverlauf während der Routineambulanzen hinsichtlich ihrer Sprech- und Sprachentwicklung untersucht werden.

In der Längsschnittstudie (Teilstudie 2) waren 5 CI-Kinder und 5 normal hörende Kinder (NH-Kd.) aufgenommen worden. Bei allen Kindern konnten die Videoaufnahmen beendet werden. Neben den Untersuchungen wurden Daten zur Sprach- und Hörentwicklung der Kinder mittels Fragebögen erhoben. Die letzten Fragebögen eines Probanden erhalten wir Ende 2010. Die Mehrzahl der Analysen konnte im Jahr 2007 durchgeführt und im folgenden Jahr 2008 beendet werden.

Entwicklung eines Fragebogens zur Entwicklung der Sprache in den ersten eineinhalb Lebensjahren
Auf der Grundlage dieser Daten wurde seit Mitte/Ende 2008 an einem Fragebogen zur frühkindlichen Sprech- und Sprachentwicklung gearbeitet. Ziel ist es innerhalb der Vorsorgeuntersuchungen U4-U6 die Daten zu erfassen und einen entsprechenden Elternfragebogen für die Altersgruppen 1.-18. Lebensmonat zu validieren. Dieser wurde im Rahmen eines Treffens der Kinderärzte Ende 2008 vorgestellt. Im Jahr 2009 erfolgt die Erprobung des Fragebogens in 13 Mainzer Kinderarztpraxen.


Aktuelle Veröffentlichungen:

Schramm B, Bohnert A, Keilmann A. (2009) The prelexical development in children implanted under the age of two compared with normal hearing children. International Journal of Pediatric Otorhinolaryngology. Vol. 73, Issue 12, pp. 1673-1681.

Schramm B, Bohnert A, Keilmann A. (2010) Auditory, speech and language development in young children with cochlear implants compared with children with normal hearing. International Journal of Pediatric Otorhinolaryngology Vol. 74, Issue 7, pp 812-819.

Brachmaier J, Schramm B. Parent Observation — An Effective Assessment Method for Early Speech and Language Development? Cochlear Implants International, Volume 11, Supplement 1, June 2010, pp. 259-263(5). Maney Publishing.

Schramm B, Keilmann A, Brachmaier J. Canonical Babbling and Early Hearing and Language Development of Normal Hearing Children and Children with Cochlear Implants. Cochlear Implants International, Volume 11, Supplement 1, June 2010 , pp. 375-378(4). Maney Publishing.


Ausgewählte Vorträge:

Bianka Schramm, Annerose Keilmann Wie verläuft die präverbale Lautentwicklung bei früh mit einem Cochlear Implantat versorgten Kindern, wie bei normal hörenden? 5. Interdisziplinäre Tagung über Sprachentwicklungsstörungen, Mainz 03.-05.04.2008 in Abstracts, S. 24 und http://ises5.fh-fresenius.de/images/stories/nachberichte/ISES5_Schramm_2008.pdf

Schramm B, Brachmaier J, Deibl M, Keilmann A Is the acquisition of babbling in early implanted children the same as in normal hearing children? NHS2008 Conference, June 19-21, 2008, Como (Italy), in Abstracts

Bianka Schramm Canonical Babbling of children with normal hearing and children with cochlear implants. 9th European Symposium on pediatric Cochlear implantation. Warsaw/Poland. May 14-17 2009

Bianka Schramm Das kanonische Lallen bei normal hörenden und Kindern mit Cochlea Implantat.
12. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Audiologie. Innsbruck. 11.-14.03.2009

Bianka Schramm Early Auditory And Lexical Development In Children With Cochlear Implants
Compared With A Normal Hearing Group. 7th Asia Pacific Symposium on Cochlear Implants
and Related Sciences (APSCI 2009), Singapore, in Abstracts.

Bianka Schramm Canonical Babbling In Children Implanted By 16 Months Of Age Compared To A Normal Hearing Group. 7th Asia Pacific Symposium on Cochlear Implants and Related Sciences (APSCI 2009), Singapore, in Abstracts.