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Bachelor-Studiengang "Praktische Theologie"

Studienvoraussetzungen


Neben einer für das Studium an einer Fachhochschule im Lande Rheinland-Pfalz erforderlichen Qualifikation (in der Regel: Fachhochschulreife) wird eine sechswöchige praktische Vorbildung sowie die Zulassung einer im deutschsprachigen Raum gelegenen Diözese vorausgesetzt, die an der praktischen Vor- und Ausbildung mitwirkt.

Studien- und Bildungsziele


Ziel des Studiums ist es, die zukünftigen Gemeindereferenten und Gemeindereferentinnen theologisch zu qualifizieren. Sie sollen fähig sein,

- ihren Glauben zu versprachlichen, Antworten zu begründen und weiterzugeben,
- ihre berufliche Identität zu finden,
- in Seelsorgseinheiten eigenständig und verantwortlich Aufgaben in Zusammenarbeit und Absprache erfüllen
- im Lebensraum Schule religionspädagogisch und pastoral tätig werden,
- sich in kirchlichen Organisationsformen aktiv und gestaltend einbringen
- und dabei zentrale humanwissenschaftliche Erkenntnisse zu berücksichtigen.

Die Kompetenzen, die die Studierenden erwerben, lassen sich daher als Fach-, Methoden-, Lern- und soziale Kompetenzen/Schlüsselkompetenzen beschreiben:

- im Bereich 1 die Integration von Fach- und Methodenkompetenz, sowie Selbst- und Sozialkompetenz,
- in den Bereichen 2-4 und 6 darüber hinaus eine wissenschaftlich-theologische Fachkompetenz und spirituelle Kompetenz,
- im Bereich 5 eine integrierende Kompetenz (durch Praktika und Erwerb berufsbezogener Identität und berufsorientierter spirituellen Bildung).

Die Studierenden erwerben in diesem 6 Bereichen grundlegende Fachkenntnisse zentraler theologischer und humanwissenschaftlicher Disziplinen. Diese fachliche Kompetenz umfasst sowohl einen Einblick in die größeren Zusammenhänge der jeweiligen Fachdisziplinen als auch die Vertiefung anhand ausgewählter praxisrelevanter Schwerpunkte. Sie ist die Grundlage, auf der als Schlüsselqualifikation eine religiöse Sprachfähigkeit (Sprachkompetenz) aufbaut, die für Theolog(inn)en unverzichtbar ist, wenn sie Gemeindemitgliedern Rede und Antwort stehen wollen und in katechetischen, schulischen oder erwachsenenbildnerischen Projekten eingebunden sind. Die Studierenden üben sich so in religiösen Sprachspielen ein und erwerben die Fähigkeit, Glaubensinhalte auf elementare Weise auszusagen und angesichts verschiedenster Zielgruppen (Alter, Milieu, ...) adressatengerecht zu sprechen. Solche Sprachkompetenz speist sich aus einer reflektierten Sozial-, Personal- und Methodenkompetenz.

Notwendiges Fundament für adressatengerechtes Handeln ist die Fähigkeit, die Voraussetzungen der Adressaten im gesellschaftlichen Kontext zu sehen, sie angemessen zu beurteilen und situationsgerecht darauf zu reagieren (analytische Kompetenz). Die Studierenden müssen sich deswegen mit den Anforderungen der Klientel und mit zielgruppenspezifischen Konzepten auseinander setzen.

Für die vielfältigen Berufssituationen benötigen die späteren Gemeindereferent(inn)en methodische und mediale Kompetenzen (v.a. Module im 1. Bereich). Sie sind zu ergänzen durch eine ästhetische Kompetenz (als Teil der Methoden-, Medien- und Selbstkompetenz), die die Wahrnehmung der Studierenden schärft, ihr kreatives Potential fördert und eine reflexiv kritische Sichtweise ermöglicht.

Als zukünftige kirchliche Mitarbeiter müssen die Studierenden die Besonderheiten ihrer Berufssituation reflektieren und sich eine berufliche Identität erarbeiten (v.a. Module, die durch die Leitung des Praxisreferates betreut werden). Diese Institutionenkompetenz muss ergänzt werden durch eine spirituelle Kompetenz (vgl. Module zur Spiritualität).

Studienverlauf


Das Studium kann in der Regel nur zu einem Termin im Jahr, derzeit zum Wintersemester, aufgenommen werden.

Sechs Bereiche gliedern das Studium. Die Humanwissenschaften und die Methoden beruflichen Handelns bilden Bereich 1, durchgehend durch alle sechs Semester. In den Semestern 1-3 bildet die Systematische Theologie (Dogmatik, Fundmentaltheologie, Moraltheologie) den Bereich 2, die Biblische und Historische Theologie (Exegese, Kirchengeschichte, Theologie der Spiritualität) den Bereich 3 sowie die Praktische Theologie (Kirchenrecht, Liturgiewissenschaft, Pastoraltheologie, Religionspädagogik) den Bereich 4. Der 5. Bereich besteht aus den Integrierenden Kompetenzen, die in den drei Block-Praktika (Gemeinde/Schule, Schule, Pastorales Projekt) sowie in der berufsorientierten Spiritualität erworben werden. Der 6. Bereich vereinigt interdisziplinär die Bereiche 2-4 und führt durch die Semester 4-6.

Während des 6. Semesters oder nach der letzten Modulprüfung fertigen die Studierenden die Bachelor-Arbeit an und beschließen diese mit einem Kolloquium und einer Präsentation.

Praktische Ausbildung


Praxisordnung Bachelor-Studiengang "Praktische Theologie"

Fachliche Gliederung des Studiums


Das Studium umfasst folgende Bereiche:

Bereich 1: Humanwissenschaften (Pädagogik/ Medienpädagogik, Philosophie, Psychologie, Soziologie, Recht) inkl. der Methoden des beruflichen
Handelns (Kommunikation als Grundvollzug, Medien in Vermittlungsprozessen, Adressatenadäquanz, besondere Rahmenbedingungen)

Bereich 2: Systematische Theologie (Dogmatik/Fundamentaltheologie, Moraltheologie/Christliche Gesellschaftslehre,)

Bereich 3: Biblische und Historische Theologie (Exegese des Alten und Neuen Testamentes, Kirchengeschichte sowie die Theologie der Spiritualität)

Bereich 4: Praktische Theologie (Kirchenrecht, Liturgiewissenschaft, Pastoraltheologie, Religionspädagogik,)

Bereich 5: Praktika und berufsorientierte spirituelle Bildung

Bereich 6: Interdisziplinäre Theologie (Jesus Christus, Geist und Kirche, Eschatologie, Vermittlung der Glaubensgrundlagen, Christsein in der Welt, Sakramente)




Dekan
Prof. i.K. Dr. Werner Müller-Geib

Zi. 4.023
Telefon: 06131 - 289 44 65
Telefax: 06131 - 289 44 50


Prodekanin
Prof. i.K. Dr. theol. Eleonore Reuter

Zi. 3.005
Telefon: 06131 - 289 44 49
Telefax: 06131 - 289 44 50